Schwerhörigkeit: Die Grade einfach erklärt – mit dB-Tabelle
Leicht, mittelgradig oder hochgradig? Was die Schwerhörigkeits-Grade bedeuten, wie viel Dezibel dahinterstecken und ab wann ein Hörgerät sinnvoll ist.
Fachlich erstellt von den Hörakustik-Meistern bei SONEO.
Die kurze Antwort: Schwerhörigkeit wird nach dem Hörverlust in Dezibel (dB) auf dem besseren Ohr eingeteilt: leicht (ab ca. 20 dB), mittelgradig (ab ca. 35 dB), hochgradig (ab ca. 65 dB) und an Taubheit grenzend (ab ca. 80 dB). Wo Sie stehen, zeigt ein kostenloser Hörtest in 20–30 Minuten.
„Sie haben eine mittelgradige Schwerhörigkeit“ – aber was heißt das konkret? Die Einteilung in Grade hilft, einen Hörverlust einzuordnen und die richtige Versorgung zu wählen. Grundlage ist der durchschnittliche Hörverlust in Dezibel, gemessen per Tonaudiometrie auf dem besseren Ohr.
Welche Grade der Schwerhörigkeit gibt es?
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterscheidet in ihrer aktuellen Klassifikation (World Report on Hearing, 2021) folgende Grade:
| Grad | Hörverlust (besseres Ohr) | Typisch im Alltag |
|---|---|---|
| Normalhörigkeit | unter 20 dB | keine spürbaren Einschränkungen |
| Leicht | 20 bis unter 35 dB | leise Sprache und Flüstern schwer verständlich, Mühe im Stimmengewirr |
| Mittelgradig | 35 bis unter 50 dB | normale Gespräche anstrengend, Fernseher deutlich lauter |
| Mittel- bis hochgradig | 50 bis unter 65 dB | Gespräche nur noch mit erhöhter Lautstärke möglich |
| Hochgradig | 65 bis unter 80 dB | selbst laute Sprache kaum verständlich |
| An Taubheit grenzend / Taubheit | ab 80 dB / ab 95 dB | Sprache ohne Hörhilfe nicht mehr verständlich |
Welcher Grad braucht welche Versorgung?
Als grobe Orientierung: Ab einer leichten bis mittelgradigen Schwerhörigkeit verbessern Hörgeräte das Sprachverstehen spürbar – je früher versorgt wird, desto leichter fällt die Gewöhnung. Bei hochgradiger Schwerhörigkeit kommen leistungsstarke Hinter-dem-Ohr-Geräte zum Einsatz. Reichen auch diese nicht mehr für ein gutes Sprachverstehen, kann ein Cochlea-Implantat die Lösung sein.
Wie wird der Grad festgestellt?
Mit einer Tonaudiometrie: In einer schallgedämmten Kabine wird für verschiedene Frequenzen gemessen, ab welcher Lautstärke Sie Töne hören. Ergänzend zeigt die Sprachaudiometrie, wie gut Sie Wörter verstehen – oft der aussagekräftigere Wert für den Alltag. Beides ist Teil des kostenlosen Hörtests bei SONEO.
Wichtig zu wissen: Der Grad allein entscheidet nicht über die richtige Versorgung – entscheidend ist, wie sich der Hörverlust in Ihrem Alltag auswirkt. Genau das besprechen wir nach der Messung gemeinsam mit Ihnen.
Häufige Fragen zum Thema
Ab wann gilt man als schwerhörig?
Ab welchem Grad zahlt die Krankenkasse ein Hörgerät?
Was passiert bei hochgradiger Schwerhörigkeit, wenn Hörgeräte nicht mehr reichen?
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